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Wie Sie Ihr industrielles Überwachungsprojekt in 5 Schritten zum Erfolg führen

Überwachen & Steuern

Online gestellt am 26/02/2026

Lesedauer 8 Minuten

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Starten Sie ein Projekt zur industriellen Prozessüberwachung oder planen Sie die Weiterentwicklung Ihrer bestehenden Lösung? Gute Nachrichten: Richtig umgesetzt kann ein Überwachungsprojekt die Leistungsfähigkeit Ihrer Produktionsanlagen nachhaltig verbessern.

Voraussetzung ist jedoch, die richtigen Grundlagen zu schaffen, geeignete Werkzeuge auszuwählen und die relevanten Personen zum richtigen Zeitpunkt einzubinden.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen einen klaren, praxisnahen und strukturierten Ansatz vor, mit dem Sie Ihr Projekt zur industriellen Prozessüberwachung in fünf Schritten erfolgreich umsetzen können.


In diesem Artikel stellen wir Ihnen einen klaren, praxisnahen und strukturierten Ansatz vor, um Ihr Projekt zur industriellen Prozessüberwachung in fünf Schritten erfolgreich umzusetzen. 

Was ist ein Projekt zur industriellen Prozessüberwachung?

Un projet de supervision industrielle, comme son nom l'indique, vise à superviser, visualiser et piloter les opérations de production en temps réel. Il s’appuie sur un logiciel de supervision (SCADA) et des interfaces homme-machine (IHM) permettant aux opérateurs, responsables de production et équipes de maintenance de suivre l’état des équipements, des procédés et des indicateurs clés.

La supervision industrielle constitue souvent le premier niveau de digitalisation d’un site industriel. Elle peut évoluer vers des logiques plus avancées : salle de contrôle centralisée, hypervision multi-sites ou IHM web...

Ein Projekt zur industriellen Prozessüberwachung hat, wie der Name schon sagt, das Ziel, Produktionsabläufe in Echtzeit zu überwachen, zu visualisieren und zu steuern. Es basiert auf einer SCADA-Software sowie auf Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI), die es Bedienern, Produktionsverantwortlichen und Instandhaltungsteams ermöglichen, den Zustand von Anlagen, Prozessen und Leistungskennzahlen zu verfolgen.

Die industrielle Prozessüberwachung stellt häufig die erste Stufe der Digitalisierung eines Industriestandorts dar. Sie kann sich zu weiterführenden Konzepten entwickeln, wie einer zentralisierten Leitwarte, standortübergreifender Leitstandslösungen oder webbasierten HMIs.

Welche Herausforderungen adressiert industrielle Prozessüberwachung heute?

In einem angespannten industriellen Umfeld begegnet die industrielle Prozessüberwachung sehr konkreten Anforderungen:

  • Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit 
  • Reduzierung von Stillstandszeiten und Ausschuss
  •  Erhöhung der Zuverlässigkeit von Felddaten 
  •  Echtzeitsteuerung der Performance
  •  Absicherung von Betrieb und Prozessen 

Heute bedeutet Überwachung nicht mehr nur, Prozessbilder darzustellen: Es geht darum, industriellen Daten Bedeutung zu verleihen und sie zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Personen in nutzbarer Form bereitzustellen.

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Genève Aéroport hat sein Gepäcküberwachungssystem mithilfe von AVEVA-Software, vertrieben durch Factory Software, modernisiert, mit einer intuitiven 3D-Benutzeroberfläche und vollständiger Transparenz über die Anlagen. Diese Success Story zeigt eindrucksvoll, wie ein gut strukturiertes Projekt zur industriellen Prozessüberwachung zu mehr Reaktionsfähigkeit, besserer Teamkoordination und höherer operativer Effizienz führt.

 

Warum sollte ein Überwachungsprojekt von Anfang an strukturiert werden?

Viele Überwachungsprojekte scheitern oder bleiben hinter den Erwartungen zurück, nicht wegen der eingesetzten Werkzeuge, sondern aufgrund fehlender Gesamtvision. Eine Überwachungslösung, die ausschließlich auf einen kurzfristigen Bedarf ausgerichtet ist, wird häufig starr, schwer wartbar und teuer in der Weiterentwicklung. Bildschirme vervielfachen sich, Nutzungskonzepte driften auseinander, und die Lösung verliert schrittweise an Übersichtlichkeit und operativem Mehrwert.

Ein strukturiertes Vorgehen von Beginn an bedeutet hingegen, die Grundlage für eine skalierbare Lösung zu schaffen, die mit der bestehenden Infrastruktur harmoniert und zukünftige Anforderungen des Werks unterstützt. Konkret umfasst dies die klare Definition von Erwartungen, Anwendungsfällen und Rahmenbedingungen – insbesondere durch ein präzises und gemeinsam abgestimmtes Lastenheft, das als Leitfaden für das gesamte Projekt dient.

 Wie Alain Coville, Regional Sales Manager bei Factory Software, erläutert: 

 

„Für mich ist das Lastenheft ein grundlegendes Dokument für den Erfolg eines Projekts im Bereich Überwachung, Hypervision oder MES. Es bildet die Basis für die Spezifikationen und erwarteten Funktionen, steuert die Technologieauswahl und leitet sowohl die Konzeption als auch die Benutzerergonomie. Zudem erleichtert es den Bedienern die tägliche Arbeit. Während des gesamten Projekts beziehe ich mich darauf, um den Fortschritt der einzelnen Phasen zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Lieferergebnisse den ursprünglichen Erwartungen entsprechen. Ein gut ausgearbeitetes Lastenheft ermöglicht es mir außerdem, Kosten und Termine des Projekts besser zu kontrollieren.“

Alain Coville,  Regional Sales Manager bei Factory Software 

 

In der Praxis ermöglicht dieser erste Rahmen den Unternehmensteams, Integratoren und Entscheidungsträgern, sich auf eine gemeinsame Vision zu einigen und gleichzeitig die technologischen Entscheidungen und die Rentabilität des industriellen Überwachungsprojekts sicherzustellen.

Die 5 Schritte zum erfolgreichen Projekt zur industriellen Prozessüberwachung 


1. Fachliche Anforderungen und Leistungsziele definieren

Jedes erfolgreiche Projekt beginnt mit einer Phase des Zuhörens.
Wer wird die Überwachungslösung täglich nutzen? Bediener in der Produktion? Instandhaltungsteams? Produktionsleiter? Die technische Leitung?

Je nach Rolle unterscheiden sich die Erwartungen. Während ein Bediener eine einfache und übersichtliche HMI benötigt, erwartet das Management konsolidierte Kennzahlen zur Leistungssteuerung. Alle Beteiligten von Anfang an einzubinden, stellt sicher, dass die Lösung an realen fachlichen Zielen ausgerichtet ist – und nicht ausschließlich an technischen Überlegungen.

 

2. Den Ist-Zustand analysieren, um eine solide Grundlage zu schaffen

Bevor über Bildschirme, Visualisierungen oder Leitstände gesprochen wird, muss der aktuelle Stand verstanden werden.
Welche SPS sind im Einsatz? Welche Kommunikationsprotokolle werden verwendet? Wie ist die industrielle Netzwerkarchitektur aufgebaut? Werden Daten bereits historisiert?

Diese Analysephase liefert oft entscheidende Erkenntnisse. Sie zeigt Stärken, auf denen aufgebaut werden kann, und Schwachstellen, die berücksichtigt werden müssen – ein zentraler Erfolgsfaktor für das gesamte Projekt.

 

3. Die passenden Softwarelösungen auswählen

Nach der Klärung der Anforderungen und der Analyse des Ist-Zustands folgt die Auswahl der Werkzeuge, ein strukturierender Schritt.
Die Lösungen von AVEVA gelten als Referenz im Bereich der industriellen Prozessüberwachung, da sie unterschiedliche Anwendungsfälle abdecken.

Mit AVEVA InTouch HMI lassen sich leistungsfähige, ergonomische und schnell implementierbare HMIs entwickeln.
AVEVA System Platform ermöglicht den Aufbau robuster und skalierbarer Überwachungsarchitekturen für komplexe Anlagen.
Für Leitstände oder standortübergreifende Überwachung bietet AVEVA Unified Operations Center eine zentrale und kontextualisierte Sicht auf die Prozesse.

Der Vorteil dieser Lösungen liegt in ihrer Skalierbarkeit – sie wachsen mit dem Projekt, ohne bei jeder Erweiterung neu beginnen zu müssen.

AVEVA InTouch HMI Produktdatenblatt

 

4. Eine skalierbare und interoperable Architektur definieren

Ein erfolgreiches Projekt ist langfristig angelegt.
Die Architektur sollte daher nicht nur aktuelle Anforderungen berücksichtigen, sondern auch zukünftige Entwicklungen: neue Produktionslinien, Integration eines MES, Anbindung an ein ERP oder standortübergreifende Konzepte.

Eine offene und interoperable Architektur verhindert proprietäre Abhängigkeiten und sichert die Nachhaltigkeit der Investitionen.

 

5. Teams einbinden und Veränderung begleiten

Industrielle Prozessüberwachung ist in erster Linie ein Werkzeug für die Menschen im Werk.
Frühe Einbindung der Teams, gezielte Schulungen und aktives Change-Management sind entscheidend für den Projekterfolg.

Wenn Bediener den Mehrwert ihrer HMI erkennen und Instandhalter durch bessere Transparenz Zeit gewinnen, wird die Überwachungslösung zu einem echten Performance-Hebel.

Laut einer Studie von IFOP x IndustrieTech (2024) geben 78% der Industrieunternehmen mit Überwachungslösung an, ihre Maschinenstillstandszeiten um mehr als 25% reduziert zu haben.

AVEVA Teamwork SULO

Factory Software hat beispielsweise AVEVA Teamwork bei SULO implementiert, um die Mitarbeiterleistung im Werk zu unterstützen. Am Standort Langres erfassen und analysieren Mitarbeitende Felddaten, greifen auf Sicherheitsrichtlinien zu und nutzen Online-Schulungen sowie täglichen Support.

Welche konkreten Vorteile bietet ein erfolgreich umgesetztes Projekt zur industriellen Prozessüberwachung?


Optimierte Produktionsleistung

Die industrielle Prozessüberwachung ermöglicht eine präzise Steuerung der Anlagen, bessere Transparenz bei Abweichungen und eine kontinuierliche Leistungsverbesserung.

Reduzierung von Stillstandszeiten durch proaktive Wartung

Dank Alarmen, Historienfunktionen und Echtzeitanalysen können Teams Störungen frühzeitig erkennen und vorbeugend handeln, anstatt nur zu reagieren.

Detaillierte Rückverfolgbarkeit von Anomalien und stärkere Qualitätssteuerung

Jedes Ereignis wird historisiert, was die Ursachenanalyse erleichtert und das Qualitätsmanagement unterstützt.

Echtzeitinformationen für schnelle Entscheidungen

Die richtigen Kennzahlen zur richtigen Zeit ermöglichen es dem Management, schnell und wirksam zu reagieren.

Gut zu wissen:
Ein gut konfiguriertes Überwachungssystem kann durchschnittlich 15–20% der jährlichen Betriebskosten einsparen (Quelle: McKinsey, Bericht „Industrie 2025“).

Mögliche Herausforderungen frühzeitig berücksichtigen 

Wie jedes strategische Projekt bringt auch die industrielle Prozessüberwachung Herausforderungen mit sich: industrielle Cybersicherheit, Interoperabilität, ROI-Nachweis oder Veränderungsbereitschaft.

Moderne Lösungen wie die von AVEVA berücksichtigen diese Aspekte bereits in der Konzeption und unterstützen eine sichere Umsetzung.

IG Cybersecurity

 

Ihr Partner für Ihr Überwachungsprojekt

Ein erfolgreiches Projekt zur industriellen Prozessüberwachung basiert auf dem richtigen Gleichgewicht zwischen Technologie, Anwendung und Begleitung.
Die Lösungen von AVEVA decken sämtliche Ebenen des industriellen Prozesses ab – von der lokalen HMI bis zur standortübergreifenden Hypervision.

In Zusammenarbeit mit Factory Software profitieren Industrieunternehmen von umfassender Unterstützung: Beratung, Integration, Support und Schulung – getragen von erfahrenen Teams und zertifizierten Integratoren.

Ziel ist es, industrielle Prozessüberwachung nicht als reines Visualisierungstool zu verstehen, sondern als nachhaltigen Treiber für operative Exzellenz.

AVEVA Systemintegrator

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