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Warum setzen OEMs AVEVA InTouch für ihre HMI-Anwendungen ein?

Überwachen & Steuern

Online gestellt am 14/04/2026

Lesedauer 6 Minuten


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In der Industrie beruht die Leistungsfähigkeit einer Maschine nicht mehr ausschließlich auf ihrer Mechanik oder ihrer Taktfrequenz. Sie hängt heute vielmehr von ihrer Fähigkeit ab, verstanden, gesteuert und in Echtzeit optimiert zu werden. Genau hier setzt das HMI (Mensch-Maschine-Schnittstelle) an, insbesondere durch Lösungen wie AVEVA InTouch HMI.

Bei Factory Software begleiten wir seit vielen Jahren Maschinenhersteller (OEM) bei der Entwicklung und Weiterentwicklung ihrer industriellen Anwendungen. Diese praktische Erfahrung hat uns eine klare Entwicklung erkennen lassen: Das HMI (Mensch-Maschine-Schnittstelle) ist zu einem strategischen Element geworden und steht heute im Zentrum des Mehrwerts, den eine Maschine bietet.

In diesem Kontext ist AVEVA InTouch längst mehr als nur ein einfaches System zur industriellen Überwachung. Es etabliert sich vielmehr als echter Leistungshebel, der es OEMs ermöglicht, Anlagen zu entwickeln, die gleichermaßen leistungsfähig, benutzerfreundlich und zukunftssicher sind – und damit den stetig wachsenden Anforderungen der Industrie gerecht werden.

AVEVA InTouch verstehen, um Daten nutzbar zu machen

AVEVA InTouch ermöglicht es, die Komplexität eines automatisierten Systems in eine klare, visuelle und unmittelbar verständliche Benutzeroberfläche zu überführen.

Konkret bedeutet das: Dynamische Bedienoberflächen, die in Echtzeit den Zustand der Maschine, kritische Variablen sowie Alarme anzeigen. Ein Bediener kann beispielsweise eine Temperaturabweichung, einen Druckabfall oder einen ungewöhnlichen Stillstand sofort erkennen und unmittelbar darauf reagieren.

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Doch InTouch geht noch weiter: Es ermöglicht zudem die Integration intelligenter Alarmsysteme, die Ereignisse priorisieren und den Bediener gezielt bei der Problemlösung unterstützen. Anstatt von einer Flut an Alarmmeldungen überrollt zu werden, wird der Anwender aktiv durch den Entscheidungsprozess geführt.

Ein weiterer zentraler Anwendungsfall ist die Rückverfolgbarkeit. Produktionsdaten, Ereignisse sowie Bedieneraktionen können historisiert werden. Dadurch lassen sich Vorfälle im Nachhinein analysieren, Ursachen identifizieren und die Anlagenleistung kontinuierlich verbessern.

Schließlich erleichtert AVEVA InTouch HMI auch den standortunabhängigen Zugriff auf Informationen. Wartungs- und Engineering-Teams können den Zustand einer Maschine einsehen, ohne physisch vor Ort zu sein; was Eingriffe und Reaktionszeiten deutlich beschleunigt.

 

Warum sind die Funktionen von AVEVA InTouch entscheidend für OEMs?

Für Maschinenhersteller sind diese Funktionen nicht nur „nützlich“, sie sind inzwischen unverzichtbar, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Wenn ein OEM InTouch in seine Anlagen integriert, liefert er nicht mehr nur eine Maschine, sondern ein ganzheitliches Nutzererlebnis.

Die grafischen Benutzeroberflächen ermöglichen eine Standardisierung der Maschinenbedienung, unabhängig vom Kunden oder Standort. Ein Bediener findet sich immer in denselben Logiken, Bildschirmen und Abläufen wieder. Das reduziert Schulungsaufwände erheblich.

Das Alarmmanagement wird dabei zu einem zentralen Instrument zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. Eine gut überwachte Maschine fällt seltener aus, oder zumindest kontrollierter, mit schnell identifizierbaren Ursachen.

Die Rückverfolgbarkeit ist in vielen Branchen (z. B. Lebensmittelindustrie, Pharma, Energie) mittlerweile unerlässlich. Mit InTouch können OEMs Anlagen anbieten, die regulatorische Anforderungen erfüllen, ohne aufwendige individuelle Entwicklungen.

Schließlich eröffnet der Remote-Zugriff auf Daten neue Servicepotenziale: Hersteller können Probleme aus der Ferne diagnostizieren, Optimierungen vorschlagen oder ihre Kunden im laufenden Betrieb aktiv unterstützen.

 

Laden Sie AVEVA InTouch HMI kostenlos herunter

Von der HMI zur ganzheitlichen Systemüberwachung: Praxiserfahrungen von Pinette PEI und Pierre Guérin

Die von Pinette PEI und Pierre Guérin umgesetzten Projekte veranschaulichen eindrucksvoll, wie sich AVEVA Software, insbesondere AVEVA InTouch, an die Anforderungen von Maschinenherstellern anpasst: von der lokalen Anlagenbedienung bis hin zur übergreifenden Systemüberwachung.

Bei Pinette PEI hat die Integration von AVEVA InTouch in industrielle Pressen die Bedienerfahrung grundlegend verändert. Die Benutzeroberflächen sind visueller, intuitiver und vor allem deutlich effizienter geworden. Bediener können innerhalb weniger Sekunden auf kritische Parameter zugreifen, den Maschinenzustand unmittelbar erfassen und bei Abweichungen schnell reagieren.

Alarme sind dabei nicht länger nur technische Warnmeldungen: Sie sind kontextbezogen, priorisiert und liefern echten Mehrwert für das operative Handeln. Das HMI wird so zu einem echten Entscheidungsunterstützungssystem, das menschliche Fehler reduziert und die Produktivität der Anlagen direkt steigert.


Bei Pierre Guérin wird dieser Ansatz noch weiter konsequent verfolgt. Als Hersteller von Anlagen und zugleich Anbieter kompletter Lösungen für anspruchsvolle industrielle Umgebungen beschränkt sich das Unternehmen nicht auf eine rein maschinenzentrierte Sichtweise. Das InTouch-HMI wird daher in eine übergeordnete Systemarchitektur integriert, die auf der AVEVA System Platform basiert.

 

„Die AVEVA System Platform ist zur zentralen Grundlage geworden, auf der wir unsere Projekte aufbauen.“

Lila, Software Project Manager, Engineering, Pierre Guérin

 

Die aus den Anlagen gewonnenen Daten werden nicht mehr ausschließlich auf Maschinenebene genutzt, sondern auf Ebene der gesamten Fertigung, bis hin zum gesamten Produktionsstandort. Dieser Ansatz ermöglicht es, Maschinen miteinander zu vernetzen, Informationen zu zentralisieren und eine übergreifende, ganzheitliche Sicht auf die Betriebsabläufe zu schaffen.

 



Die Teams können sämtliche Anlagen in Echtzeit überwachen, die Leistung zwischen verschiedenen Linien vergleichen, Abweichungen analysieren und Prozesse absichern. Die Rückverfolgbarkeit wird verbessert, die Qualität besser beherrscht, und Entscheidungen werden auf Basis verlässlicher und zentral verfügbarer Daten getroffen.

Diese beiden Ansätze stehen nicht im Widerspruch – im Gegenteil, sie ergänzen sich ideal.
Auf der einen Seite ein leistungsfähiges HMI, das Nutzung, Ergonomie und Effizienz einer Maschine unmittelbar verbessert. Auf der anderen Seite die logische Erweiterung hin zu einer übergeordneten Systemüberwachung, die sich besonders für OEMs eignet, die komplexere Projekte oder komplette Anlagen realisieren.

Genau diese Durchgängigkeit, von der lokalen Steuerung bis hin zur ganzheitlichen Prozessbeherrschung, ermöglicht es Maschinenherstellern, ihr Angebot weiterzuentwickeln und ihren Kunden einen noch größeren Mehrwert zu bieten.

Von der Funktion zur Wertschöpfung: hin zu Machine-as-a-Service

Das Interessante an InTouch ist nicht nur, was damit möglich ist sondern vor allem, was sich damit schaffen lässt.

Funktionen wie Datenhistorisierung, Fernzugriff oder erweitertes Alarmmanagement bilden die Grundlage für ein neues Modell: Machine-as-a-Service

Ein OEM kann heute beispielsweise anbieten: 

  • eine Echtzeitüberwachung der Leistung installierter Maschinen
  • prädiktive Wartungsservices auf Basis erfasster Daten
  • kontinuierliche Optimierungsempfehlungen
  • einen reaktionsschnellen und effizienten Remote-Support

Die Maschine endet damit nicht mehr bei der Auslieferung. Sie wird zu einem vernetzten, skalierbaren Asset, das über den gesamten Lebenszyklus hinweg kontinuierlich Mehrwert generiert.

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AVEVA InTouch bietet weit mehr als klassische HMI-Funktionalitäten. Es ermöglicht Maschinenherstellern, intelligente, vernetzte und konsequent anwenderorientierte Anlagen zu entwickeln.

Indem Maschinen transparenter, besser steuerbar und effizienter nutzbar werden, adressiert InTouch konkrete Herausforderungen der Industrie und eröffnet zugleich den Weg zu neuen Geschäftsmodellen.

Für OEMs ist dies ein strategischer Hebel: Einer, der eine Maschine in eine Lösung verwandelt und eine Lösung in einen Service.

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