
Fertigungsunternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Systeme zu modernisieren, ohne dabei die Zuverlässigkeit ihrer bestehenden Infrastrukturen zu beeinträchtigen. Systemintegratoren und Maschinenbauer müssen Projekte in immer kürzerer Zeit realisieren, zunehmend vernetzte Architekturen unterstützen, die Cybersicherheit stärken und skalierbare Lösungen entwickeln, die die Transparenz von der Feldebene bis hin zur Unternehmensebene erweitern. Gleichzeitig benötigen Unternehmen, die bereits HMI- und SCADA-Systeme einsetzen, einen konkreten Migrationspfad, der bestehende Investitionen schützt und die Einführung von Web- und Cloud-Technologien sowie offenen Standards ermöglicht, ohne die betriebliche Kontinuität zu unterbrechen
Genau in diesem Umfeld positioniert sich AVEVA Operations Control 2026 – die neue Version der HMI- und SCADA-Plattform von AVEVA. Sie wurde entwickelt, um Unternehmen auf dem Weg zu einer modernen, offenen und stärker vernetzten Automatisierung zu begleiten. Basierend auf einem hybriden Ansatz vereint die Lösung On-Premise-Systeme mit Web- und Cloud-Technologien und bietet damit die notwendige Flexibilität, um die Herausforderungen der digitalen Transformation erfolgreich zu meistern.
Die Version 2026 führt zahlreiche Innovationen ein, die die Entwicklung und Verwaltung von Anwendungen vereinfachen, die Benutzererfahrung der Bediener verbessern und die Sicherheit der gesamten Architektur weiter erhöhen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine höhere Produktivität für Entwickler, erweiterte Funktionen für die Webvisualisierung, ein effizienteres Management des Anwendungslebenszyklus, eine weitere Stärkung der Cybersicherheit sowie eine noch umfassendere Unterstützung offener Standards und Technologien von Drittanbietern.
Das Ergebnis ist eine offenere, sicherere und besser skalierbare HMI- und SCADA-Plattform, die bestehende Investitionen schützt und Unternehmen auf ihrem schrittweisen Modernisierungspfad begleitet, ohne dabei auf die Zuverlässigkeit der bereits eingesetzten Lösungen verzichten zu müssen.
Mehr Effizienz, weniger Komplexität: Der Mehrwert von Standardisierung und offener Grafik
Eines der zentralen Themen der Version 2026 ist die Steigerung der Engineering-Effizienz im großen Maßstab. Für Anwender der AVEVA System Platform ermöglicht der Import und Export von Modellen im CSV-Format die Übertragung von Konfigurationsdaten in externe Tools, die kontrollierte Durchführung umfangreicher Änderungen sowie den schnellen Reimport in das Projekt. Diese Funktion beschleunigt die Entwicklung großer Modellbibliotheken, erleichtert Workflows mit Versionsverwaltung und ebnet den Weg für die KI-gestützte Validierung und Generierung von Anwendungsattributen.
Für Systemintegratoren, die gemeinsame Standards über mehrere Anlagen oder Kunden hinweg verwalten, bedeutet dies eine deutlich schnellere Standardisierung von Projekten, ohne einzelne Objekte manuell innerhalb der IDE anpassen zu müssen.
Auch die Verwaltung der Grafiken wird offener und flexibler. Dank des XML-basierten Imports und Exports von Industrial Graphics lassen sich Verknüpfungen, Animationen, Skripte und Eigenschaften auch außerhalb der IDE bearbeiten, überprüfen, wiederverwenden und in die Versionsverwaltung integrieren. Diese Funktion ist besonders nützlich für Unternehmen, die große Grafikbibliotheken verwalten oder Elemente zwischen Modellen, Instanzen und unterschiedlichen Umgebungen migrieren müssen.
Diese Offenheit stellt zudem einen ersten Schritt in Richtung KI-gestützter Engineering-Tools dar, die künftig Inkonsistenzen erkennen, Optimierungsvorschläge liefern und wiederkehrende Aufgaben automatisieren können.
Modernisiertes Scripting und Webvisualisierung für eine unterbrechungsfreie Migration
Mit der Version 2026 wird auch das Scripting grundlegend modernisiert. Die Unterstützung von Python und C# steht nun über wiederverwendbare serverseitige Methoden zur Verfügung, die den UDTs der AVEVA System Platform zugeordnet sind und sowohl in AVEVA InTouch HMI als auch in OMI ViewApps genutzt werden können. Dieser Ansatz ermöglicht die Zentralisierung der Anwendungslogik, reduziert die Duplizierung von Code und erlaubt die Ausführung asynchroner Methoden, ohne die Bedienoberfläche zu blockieren. Gleichzeitig wird die Migration bestehender Legacy-Skripte vereinfacht.
Für Anwender von AVEVA InTouch HMI definiert die Version 2026 zudem einen klaren Modernisierungspfad hin zu einer webbasierten Visualisierung. Durch die Einführung einer gemeinsamen Architektur mit OMI wird die Benutzererfahrung über die verschiedenen HMI- und SCADA-Lösungen von AVEVA hinweg vereinheitlicht.
Die zunehmende Reife des Web-Clients, die rollenbasierte Zugriffskontrolle sowie die erweiterte Unterstützung moderner Authentifizierungsmechanismen ermöglichen es darüber hinaus, den sicheren Zugriff auf Anwendungen weit über die klassischen Bedienarbeitsplätze hinaus auszudehnen.
Darüber hinaus unterstützt die Plattform die automatische Konvertierung bestehender Smart Symbols in die modernen Industrial Graphics, wobei Modelle, benutzerdefinierte Eigenschaften und instanzspezifische Konfigurationen erhalten bleiben. Für Unternehmen mit etablierten Anwendungen bedeutet dies, dass Migrationen mit geringerem Zeitaufwand und minimiertem Risiko durchgeführt werden können.
Offene Integration und verstärkte Cybersicherheit im Einklang mit dem Cyber Resilience Act
Konnektivität und Interoperabilität bilden einen weiteren Grundpfeiler der neuen Version. Die Unterstützung der Veröffentlichung der Model View der AVEVA System Platform über MQTT-Broker ermöglicht die Bereitstellung von Betriebsdaten in Echtzeit für IIoT-Anwendungen, Unternehmensplattformen und Analysesysteme.
Die hierarchische Organisation der Informationen erleichtert die Umsetzung von Unified-Namespace-Strategien, reduziert die Abhängigkeit von herkömmlichen Polling-Mechanismen und vereinfacht die Integration mit Analytics-Plattformen, IT-Systemen sowie Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz.
Auch die Sicherheit wurde konsequent weiterentwickelt. Die Version 2026 führt wesentliche Verbesserungen im Einklang mit den Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) ein. Dazu gehören der Ersatz von DCOM durch eine gRPC-basierte Kommunikation sowie neue Überwachungsfunktionen über den Diagnostics Manager.
Diese Innovationen tragen dazu bei, die Cybersicherheit, die Resilienz der Infrastruktur sowie die Wartbarkeit über den gesamten Lebenszyklus der Anwendungen hinweg weiter zu verbessern.
Die nächsten Entwicklungen von AVEVA Operations Control: Intelligentere Tools für das Betriebsmanagement
Mit Blick auf die Zukunft schafft AVEVA Operations Control 2026 die Grundlage für eine neue Generation intelligenter Industrieanwendungen. Dateibasierte Konfigurationen, offene Datenstrukturen, modernes Scripting, die Integration über MQTT sowie der im Laufe des Jahres geplante MCP Server bereiten den Weg für einen immer umfassenderen Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung von Engineering, Diagnose, Betriebsmanagement und Entscheidungsprozessen.
Für Systemintegratoren stellt die neue Version Tools bereit, mit denen sich Projekte schneller entwickeln, standardisieren und hochskalierbare Architekturen realisieren lassen. Für Anwender von AVEVA HMI und SCADA bietet sie hingegen einen konkreten Modernisierungspfad, der bestehende Investitionen schützt und gleichzeitig den Weg für zukünftige, KI-gestützte Workflows ebnet.
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