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CONNECT Flows: Wie können Sie die Verarbeitung Ihrer industriellen Daten vereinfachen?

Datenanalyse & KI

Online gestellt am 23/07/2026

Lesedauer 6 Minuten

Flows German

Die digitale Transformation von Produktionsstätten geht mit einer explosionsartigen Zunahme des täglich erzeugten Datenvolumens einher. Sensoren, SPS, SCADA, MES, ERP sowie Cloud-Plattformen generieren fortlaufend wertvolle Informationen zur Steuerung der Produktion. Dennoch sind diese Daten in vielen Industrieunternehmen auf verschiedene Systeme verteilt, nur schwer nutzbar und häufig nicht mit dem erforderlichen Kontext versehen, um einen echten Mehrwert zu schaffen.

Bei der Vorstellung von CONNECT Flows im Rahmen der AVEVA World kristallisierte sich schnell eine zentrale Erkenntnis heraus. Die Gespräche mit Industrieunternehmen drehten sich nicht in erster Linie um die Funktionen oder das Geschäftsmodell dieser neuen Lösung. Stattdessen machten sie vor allem gemeinsame Herausforderungen deutlich – unabhängig von der Branche oder dem digitalen Reifegrad der Unternehmen.


Viele Unternehmen berichten von Daten, die zwischen OT- und IT-Umgebungen isoliert sind, von über Jahre hinweg entwickelten Schnittstellen, deren Wartung zunehmend komplex geworden ist, oder von Datenströmen, die ohne Struktur und ohne fachlichen Kontext ankommen. Die Informationen sind zwar vorhanden, lassen sich jedoch nicht unmittelbar nutzen, um Dashboards zu speisen, Prozesse zu automatisieren oder Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz umzusetzen.

Letztlich lassen sich all diese Herausforderungen auf dieselbe Ursache zurückführen: Zwischen dem Zeitpunkt, an dem Daten in der Anlage erzeugt werden, und dem Zeitpunkt, an dem sie für Entscheidungen genutzt werden, verlieren sie einen Teil ihres Wertes. Ihr Kontext, ihre Struktur oder ihre zeitliche Einordnung gehen nach und nach verloren, sodass Unternehmen gezwungen sind, zahlreiche zusätzliche Verarbeitungsschritte und spezifische Entwicklungen umzusetzen.

Genau für diese Herausforderung wurde CONNECT Flows entwickelt. Es ist weit mehr als ein reines Integrationswerkzeug: Die Lösung bringt Intelligenz direkt in die Datenströme ein, sodass Informationen bereits aufbereitet, kontextualisiert und unmittelbar nutzbar bereitgestellt werden.

Was ist CONNECT Flows?

CONNECT Flows ist der neue Dienst zur Verarbeitung von Datenströmen auf der CONNECT-Plattform. Seine Aufgabe besteht nicht nur darin, Informationen von einem System in ein anderes zu übertragen, sondern sie in Echtzeit zu transformieren, damit sie unmittelbar von industriellen und geschäftlichen Anwendungen genutzt werden können.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Wenn ein Sensor einen Temperaturanstieg, einen Druckabfall oder den Stillstand einer Produktionslinie erkennt, erzeugt er einen numerischen Wert. Für sich genommen sagt dieser Wert jedoch nicht viel aus. Ohne zu wissen, welche Maschine betroffen ist, um welche Fertigungslinie es sich handelt, welcher Prozess damit verbunden ist oder welche Betriebsgrenzwerte erwartet werden, lässt sich nicht bestimmen, ob die Situation normal ist oder ein Eingreifen erfordert.

Noch bevor diese Daten die Anlage verlassen, greift CONNECT Flows direkt an der Quelle ein. Die Lösung entfernt unnötige Informationen, vereinheitlicht die Formate aus heterogenen Systemen und reichert jede Information mit dem für ihr Verständnis erforderlichen Kontext an. Darüber hinaus kann sie Geschäftsregeln anwenden, um automatisch eine lokale Aktion auszulösen, wenn ein bestimmtes Ereignis erkannt wird.

Dadurch sind die Daten, die innerhalb des Informationssystems zirkulieren, nicht länger bloße Rohwerte, die auf ihre Verarbeitung warten. Sie werden unmittelbar verständlich und nutzbar – sowohl für Bediener als auch für Überwachungs-, Analyse- oder KI-Anwendungen.

Genau diese Fähigkeit, Intelligenz direkt in die Datenströme einzubringen, unterscheidet CONNECT Flows von einem klassischen Konnektor.

Wie vereinfacht CONNECT Flows die Verarbeitung industrieller Datenströme?

Die Effizienz von CONNECT Flows basiert auf einer verteilten Architektur, die darauf ausgelegt ist, Daten möglichst nahe an ihrer Quelle zu verarbeiten. Die Lösung stützt sich auf zwei sich ergänzende Komponenten:

  • Die erste Komponente, Flow Manager, ist in die CONNECT-Plattform integriert. Sie ermöglicht die Konzeption, Bereitstellung und Überwachung sämtlicher Datenverarbeitungsströme über eine zentrale Benutzeroberfläche, unabhängig von der Anzahl der Produktionsstandorte oder der angebundenen Systeme.
  • Die zweite Komponente, Flow Runtime, wird dort ausgeführt, wo die Daten erzeugt werden: am Netzwerkrand (Edge), auf lokalen Infrastrukturen oder direkt in der Cloud. Sie übernimmt die Echtzeitverarbeitung, bevor die Informationen an ihr jeweiliges Ziel übertragen werden.

Diese Architektur bietet einen entscheidenden Vorteil: Die Verarbeitung erfolgt direkt in der Nähe der industriellen Anlagen. Dadurch werden unnötige Datenübertragungen reduziert und gleichzeitig die Reaktionszeiten verbessert.

CONNECT Flows deckt die gesamte industrielle Wertschöpfungskette ab. Auf Produktionsebene kann die Lösung Informationen von Sensoren, SPS, SCADA-, DCS- und MES-Systemen sowie Datenhistorian-Systemen wie AVEVA PI System erfassen. Auf der IT-Ebene kommuniziert sie mit ERP- und CRM-Systemen, Datenbanken, Cloud-Anwendungen und SaaS-Lösungen.

Dank mehr als 800 Konnektoren können Daten aus nahezu jeder Quelle erfasst, während ihrer Übertragung angereichert und anschließend an praktisch jedes Zielsystem weitergeleitet werden. Diese Datenflüsse sind nicht auf eine Richtung beschränkt: Sie können bidirektional ausgeführt werden, um den Anforderungen moderner Industriearchitekturen gerecht zu werden.

Für Unternehmen, die bereits AVEVA-Lösungen einsetzen, ergänzt CONNECT Flows die Funktionen von CONNECT auf natürliche Weise. Daten aus AVEVA System Platform, AVEVA PI System oder AVEVA Unified Engineering können erfasst, transformiert und anschließend an CONNECT, andere AVEVA-Lösungen oder Anwendungen von Drittanbietern weitergeleitet werden. Ziel ist es nicht, eine bestimmte Architektur vorzugeben, sondern sicherzustellen, dass die Daten stets am richtigen Ort, im richtigen Format und zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sind.

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Eine Lösung für alle – nicht nur für Data Engineers

Datenintegrationsprojekte werden häufig als komplexe Vorhaben wahrgenommen, die Spezialisten vorbehalten sind, welche anspruchsvolle technische Architekturen entwickeln und warten können. In vielen Unternehmen führt diese Abhängigkeit von den IT-Teams zu einer Verlangsamung der Projekte und begrenzt deren unternehmensweiten Einsatz.

CONNECT Flows wurde mit einem anderen Ansatz entwickelt. Die Lösung richtet sich nicht ausschließlich an Data Engineers oder Entwickler, sondern an alle Fachkräfte, die industrielle Prozesse beherrschen. So können Automatisierungstechniker, Produktionsleiter, Verfahrensingenieure oder Instandhaltungstechniker einen Datenverarbeitungsfluss entwerfen und bereitstellen, ohne auch nur eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen.

Dank der Low-Code-Umgebung Flow Studio wird die Erstellung eines Datenflusses deutlich intuitiver. Mehr als 200 einsatzbereite Module ermöglichen es, Anlagen anzubinden, Daten zu transformieren, Geschäftsregeln anzuwenden, Berechnungen durchzuführen oder verschiedene Systeme miteinander zu verbinden – ohne bei null beginnen zu müssen.

Dieser Ansatz verkürzt die Implementierungszeiten erheblich. Wo individuelle Entwicklungen bislang mitunter mehrere Wochen oder sogar Monate in Anspruch nahmen, kann heute eine Datenpipeline innerhalb weniger Stunden erstellt, getestet und bereitgestellt werden.

Sobald die Datenflüsse produktiv im Einsatz sind, bietet CONNECT eine zentrale Übersicht über deren Betrieb. Anwender können den Status jedes einzelnen Datenflusses in Echtzeit verfolgen, Ereignisse einsehen, Ausführungsprotokolle analysieren oder die Leistung jeder Ausführungsumgebung überwachen – unabhängig von der Anzahl der betroffenen Produktionsstandorte.

Diese Zentralisierung vereinfacht zudem den standortübergreifenden Rollout. Ein für ein Werk entwickelter Datenfluss kann auf weitere Standorte übertragen werden, ohne vollständig neu erstellt werden zu müssen. Dadurch wird eine höhere Einheitlichkeit der Datenarchitekturen im gesamten Unternehmen gewährleistet.

Wie CONNECT Flows Ihre Projekte im Bereich der industriellen künstlichen Intelligenz vorbereitet

Die industrielle künstliche Intelligenz nimmt heute einen immer größeren Stellenwert in den Strategien zur digitalen Transformation von Industrieunternehmen ein. Vorausschauende Wartung, Anomalieerkennung, Energieoptimierung, Qualitätskontrolle oder die Unterstützung von Bedienern – die Anwendungsfälle werden immer vielfältiger.

Der Erfolg dieser Projekte hängt jedoch nur selten von den Modellen der künstlichen Intelligenz selbst ab.

In den meisten Fällen liegt die größte Herausforderung in der Qualität der Daten, die diesen Modellen zur Verfügung gestellt werden. Unvollständige, inkonsistente, verzögert bereitgestellte oder ihres Kontextes beraubte Informationen führen zwangsläufig zu weniger aussagekräftigen Analysen und weniger zuverlässigen Vorhersagen.

CONNECT Flows begegnet dieser Herausforderung direkt, indem die Lösung bereits eingreift, bevor die Daten analytische Werkzeuge oder KI-Modelle erreichen.

Zunächst werden die Informationen an ihrer Quelle aufbereitet. Sie werden gefiltert, normalisiert, synchronisiert und angereichert, sodass sie unmittelbar nutzbar sind. Diese Aufbereitung reduziert den nachgelagerten Verarbeitungsaufwand erheblich und gewährleistet eine höhere Qualität der Analysen.

CONNECT Flows geht jedoch noch einen Schritt weiter. Die Lösung ermöglicht es außerdem, Machine-Learning-Modelle direkt innerhalb der Datenverarbeitungsströme auszuführen. Unternehmen können so ihre eigenen Algorithmen integrieren, um Berechnungen durchzuführen, Anomalien zu erkennen oder eine prädiktive Logik direkt auf der Edge-Ebene anzuwenden, noch bevor die Daten in die Cloud übertragen werden.

Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile. Entscheidungen können schneller getroffen werden, das Volumen der übertragenen Daten wird reduziert, und analytische Anwendungen erhalten bereits angereicherte und kontextualisierte Informationen.

Mit anderen Worten: Analyseplattformen und Werkzeuge der künstlichen Intelligenz müssen ihre Zeit nicht mehr für die Aufbereitung von Daten aufwenden. Stattdessen können sie sich auf das konzentrieren, was tatsächlich Mehrwert schafft: zuverlässige Analysen zu liefern und Industrieunternehmen dabei zu unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen.

 


 

CONNECT Flows – weit mehr als ein reines Werkzeug zur Datenintegration

CONNECT Flows ist weit mehr als ein neuer Konnektor zwischen industriellen Anwendungen.

Die eigentliche Innovation besteht darin, die Intelligenz direkt in den Kern der Datenströme zu verlagern. Die Verarbeitung erfolgt nicht erst, nachdem die Informationen in einer Datenbank oder einer Cloud-Plattform gespeichert wurden. Sie findet bereits während des Datenflusses statt – direkt dort, wo die Daten erzeugt werden.

Dieser Ansatz verändert grundlegend die Art und Weise, wie Unternehmen ihre industriellen Informationen nutzen. Die Daten stehen bereits gefiltert, normalisiert, kontextualisiert und unmittelbar einsatzbereit zur Verfügung – unabhängig davon, ob sie ein SCADA-System, ein MES, ein ERP-System, eine Cloud-Plattform oder ein Modell der künstlichen Intelligenz versorgen.

Durch die Erweiterung der Funktionen der CONNECT-Plattform ermöglicht CONNECT Flows die Schaffung eines durchgängigen Kontinuums zwischen OT-, ET- und IT-Umgebungen. Die Daten können freier fließen, die Architekturen gewinnen an Flexibilität, und Unternehmen verfügen endlich über zuverlässige Informationen, um ihre Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

Mit dem zunehmenden Aufbau von Unified-Namespace-Architekturen, der breiten Einführung der Datenverarbeitung am Netzwerkrand (Edge Computing) und der Entwicklung neuer Anwendungsfälle im Bereich der künstlichen Intelligenz wird die Qualität der Datenströme zu einem strategischen Erfolgsfaktor.

CONNECT Flows trägt dieser Entwicklung gezielt Rechnung. Es handelt sich um weit mehr als eine neue Funktion von CONNECT – vielmehr steht CONNECT Flows für eine neue Art der Verarbeitung industrieller Datenströme: einen Ansatz, bei dem Informationen bereits angereichert werden, bevor sie genutzt werden, sodass jede Entscheidung auf zuverlässigen, konsistenten und unmittelbar nutzbaren Daten basiert.

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